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Verwandte Gefühle
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| Paul Hallers Tod verändert nicht nur das Leben seiner fast achtzigjährigen Ehefrau Martha. In besonderer Weise betroffen ist auch ihre Nichte, Nelly Stoll, die auf die rasch zunehmende Hilfsbedürftigkeit ihrer Tante zunächst mit Zuwendung reagiert. Nachdem Martha Haller in eine betreute Altersresidenz umgezogen ist, wird Nelly sich langsam des Sogs bewusst, der die bisherige Balance ihres eigenen Lebens zu bedrohen beginnt. Wie soll sie auf die emotionalen und zeitlichen Ansprüche, die ihre Tante an sie stellt, antworten? Wie kann sie zu einem Verhältnis von Nähe und Distanz finden, das sie beide akzeptieren können? Mit ihrer Erzählung «Verwandte Gefühle» greift Dagmar Schifferli ein auch gesellschaftlich brisantes Thema auf, das kontrovers diskutiert wird. Mit sanfter Beharrlichkeit und grossem Einfühlungsvermögen zeigt die Autorin die Schwierigkeiten, die sich ihrer Protagonistin Nelly bei der Suche nach einer Lösung immer wieder in den Weg stellen.
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Dagmar Schifferli
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| Dagmar Schifferli, geboren 1951 in Zürich, studierte Sozialpädagogik und Psychologie sowie in einem Nachdiplomstudiengang Gerontologie. 1996 erzielte sie mit ihrer Romanbiografie über Anna Pestalozzi-Schulthess einen grossen Erfolg. Im selben Jahr publizierte sie (gemeinsam mit Brigitta Klaas Meilier) die heimlich geschriebenen Briefe des noch nicht verheirateten Paars Anna Schulthess und Heinrich Pestalozzi («Meine getreue Schulthess») sowie 1998 in einer Erstedition den Briefwechsel zwischen Conrad F. Meyer, seiner Mutter und seiner Schwester («
das ganze Herz deiner Mutter»). Ebenfalls 1998 erschien ihr biografischer Roman «Wiborada», der das Leben der Ostschweizer Inklusin erzählt, die im Mittelalter als erste Frau überhaupt heilig gesprochen wurde und als Schutzheilige der Bibliotheken gilt. Die Autorin lebt in Zürich.
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